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Thomas Stein
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Malta - Day 7: Day off

Thomas

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blog-0306938001364498775.jpgInoffiziell war heute ein freier Tag bzw. es waren die Aktivitäten in Valletta geplant, die abends oder an Sonn- und Feiertagen nicht gehen. Zunächst wurde die Ta’ Giesu Kirche besucht, von der gestern Abend aus die Prozession startete. Dort wurden die Motive für die Karfreitagsprozession hergerichtet.

Nachdem nun genug Kirchen und ausgegrabene Tempel besichtigt wurden, war es Zeit für etwas jüngere Geschichte. Mitten in der Fels der Festung befindet sich die Lascaris War Rooms. Diese dienten den Briten im Zweiten Weltkrieg als Kommandozentrale und wurden später noch einmal 1956 während der Suezkrise genutzt. Anschließend wurde eine vier Mal so groß Anlage direkt daneben für den Kalten Krieg gebaut, die aber (noch) nicht besichtigt werden kann und deren Interieur die Briten bei ihrem Abzug komplett mitgenommen haben.

In den alten Räumen aber sind Karten, Möbel, etc. noch Original wie in den 40ern. Sehr gut bei der Ausstellung war, dass automatisch eine Führung dabei ist. Mit einem kurzen Film am Anfang dauert der ganze Rundgang ca. 45 Minuten. Der Guide erklärt sowohl die geschichtlichen Zusammenhänge als auch wie alles technisch funktionierte. Der Besuch war äußerst interessant und informativ.

Da es mehrere Ebenen zu dem Stollen mit den War Rooms vom Upper Barracca Garden ging, dachte ich wie wären schon auf dem Niveau der Uferpromenade. Dem war aber nicht so, denn man ist gerade einmal die halbe Höhe der Festungsmauer hinabgegangen. Wenn ich mal mit dem Aufzug von den Gärten bis zur Valletta Waterfront hinunterfahre, muss ich mal auf dem Handy die Navigation einschalten und den Höhenunterschied messen.

Auf dem Rückweg gibt es aber auch einen nicht so anstrengenden Weg und man kann mit nur 21 Stufen innerhalb der angrenzenden Festungswand durch eine kleinen Park zurück zum Central Bus Terminal laufen. Anschließend ging es wieder hinauf zum Upper Barracca Garden, um pünktlich um 12 Uhr mittags die Saluting Battery zu sehen, die wirklich gut besucht war. In mehreren Reihen standen die Touristen am Geländer und so voll hatte ich den Garten vorher noch nie gesehen.

Nach einem kurzen Stop im Hotel ging es weiter in die Stadt. Alle Kirchen, die wir noch besichtigen wollten, waren immer noch geschlossen, obwohl sie eigentlich hätten geöffnet sein sollen. Das war wohl den Vorbereitungen für die Karfreitagsprozessionen geschuldet.

Wie immer wurde es am frühen Nachmittag Zeit für Mittagessen und dieses Mal ging es zu den übrigen Touristen auf den St. John’s Square. Die Pizza dort war zwar sehr lecker, aber von Haus aus war dort so viel Käse drauf, dass das Verhältnis zwischen Teig und Käse ca. 1:1 war (zwar eine gute, aber nicht sehr erfolgreiche Mischung).

Am Nachmittag sollte es eigentlich mit dem Bus hinter die Three Cities zum Fort Rinella gehen. Diesem Plan hat aber Arriva einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn der anvisierte Bus war einfach ausgefallen und mit einem Bus später wäre es mit dem Eintritt etwas knapp geworden, wenn Last Admission wie häufig hier üblich eine halbe Stunde vor „Betriebsschluss“ gewesen wäre und der Bus wie fast immer länger gebraucht hätte als im Fahrplan vermerkt.

Alternativ ging es dann einmal um den Block in die Hastings Gardens. Der Park liegt zwar direkt am Eingang zu Valletta oben auf der Festungsmauer, aber da gerade das gesamte Entree umgebaut wird, muss man ein wenig um die Ecken laufen um dorthin zu kommen. Deshalb waren dort auch nur vier Touristen und ca. 15 Einheimische in der recht weitläufigen Anlage. Beliebt bei den Jugendlichen scheint auch zu sein, sich oben auf die Festungsmauer zu setzen. Da diese mehrere Meter breit ist, ist das recht ungefährlich und fast alle saßen doch eher an der Parkseite als am Abgrund.

Nun wurde es wieder Zeit, die schwere Kameratasche loszuwerden. Ohne das Gepäck ging ich noch schnell eine Runde durch die Stadt, um Getränke für Abends auf dem Zimmer zu kaufen und mir einen neuen Dreher zuzulegen (nach eineinhalb Jahren dachte ich mir, eine neue Uhr wäre nicht schlecht und immer das iPhone aus der Tasche zu kramen ist ja auch kein Dauerzustand).

Da mittags schon ordentlich gegessen wurde, konnte das Abendessen ausfallen. Stattdessen wurde die Zeit genutzt, um die Planung für die nächsten Tage auf die Beine zu stellen, bei der berücksichtigt werden muss, dass mit Karfreitag und Ostersonntag noch zwei Feiertage vor der Tür stehen und dort kaum etwas geöffnet haben wird.

Jetzt ist es immer noch früh am Abend, ich bin mit dem Bloggen durch und nun kann ich fast zwölf Stunden langen pennen und dösen bis zum Frühstück. Das muss auch mal sein und lediglich im Urlaub gelingen mir auch solche Aktionen.



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