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Thomas Stein
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Malta - Day 6: Gozo

Thomas

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blog-0152658001364422036.jpgNachdem ich gestern die Bus- und Fährzeiten nach Gozo herausgesucht hatte, musste heute alles etwas früher sein, denn der Linienbus von Valletta bis zum Fährhafen in Cirkewwa braucht 75 Minuten. In Wirklichkeit war der Bus heute statt um 10:10 Uhr erst um 10:23 Uhr an der Fähre und die Fähre sollte im 10:30 Uhr gehen. Zum Glück hat die Autoverladung auch länger gedauert und somit konnten wir über das Autodeck noch an Board huschen.

Folgende Optionen hat man für einen Tag auf Gozo:

1. Linienbus (da ist das Programm sportlich und am besten behält man das zentrale Busterminal in Viktoria in Erinnerung)

2. Hop on Hof off Busse

3. Taxi

4. Mietwagen

Eigentlich hätten wir Mietwagen machen müssen, denn auf der Insel ist so wenig Verkehr, dass es vermutlich kaum einen besseren Ort gibt, um Linksverkehr mit einem Linkslenker zu üben als dort. Stattdessen haben wir uns für die Variante mit dem Taxi entschieden. Eine Inselrundfahrt zu allen Sehenswürdigkeiten in 3-4 Stunden kostete 20 EUR pro Person. Leider war unser Taxifahrer etwas älter und des englischen nicht so richtig mächtig. Er konnte wunderbar die Sehenswürdigkeiten aufsagen, aber normale Konversation gestaltete sich etwas schwierig.

Auch auf Gozo gibt es viele tote Steine und die erste Station waren die Ausgrabungen des Ggantija Tempels. Danach ging es zu einem kleinen Fischerdorf namens Marsalform. Das war zwar ganz süß, aber mit dem Linienbus wäre der Aufwand für den Besuch zu hoch gewesen.

Der nächste Stop ist der Touri-Treff auf Gozo schlechthin: Das Azure Window. Um gute Fotos davon zu machen, muss man auf den Felsen davor herumklettern. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich heute statt der Chucks doch lieber die Timberlands angezogen. Als wir im Fischerdorf waren, war der Himmel noch leicht bewölkt, aber am Azure Window war traumhafter blauer Himmel. Direkt daneben liegt noch der Fungus Rock und die Inland Sea. Da habe ich die Kamera ordentlich glühen lassen.

Auf dem Rückweg nach Viktoria machten wir noch kurz Halt an der Wallfahrtskirche Ta’ Pino. Dort stand zunächst eine kleine Kapelle und um die Kapelle herum wurde einfach eine recht große Kirche drumherumgebaut.

In Viktoria entließen wir unseren Taxifahrer. Der Dorfplatz besteht aus einem Markt mit unzähligen Tischen von Cafes und Restaurants, die um den Platz herum sind. Da auch Zeit für Mittagessen war, suchten wir eines aus und die Speisen und Getränke, mussten über die Hauptstraße zu den Tischen gebracht werden.

Nach dem Essen war die letzte Station auf Gozo die Zitadelle mit der Kathedrale auf dem Tafelberg oberhalb von Viktoria. Die vier Museen von Viktoria haben wir ausfallen lassen. Von der Stadtmauer der Zitadelle hat man einen sagenhaften Blick über die Insel – zumindest in zwei Richtungen.

Da wir kein Taxler mehr hatten, mussten wir mit dem Bus zurück zur Fähre fahren. Auch wenn Gozo klein und beschaulich ist, der Bus fuhr mit fünf Minuten Verspätung ab und brauchte 35 statt 25 Minuten. Somit war es an der Fähre bei der Rückfahrt eine noch knappere Just in time-Aktion als auf dem Hinweg.

Zurück auf Malta waren die ersten beiden Busse ruckzuck rappelvoll. Zum Glück kam zehn Minuten später der nächste Bus und dieser fuhr mit nur acht Fahrgästen. Auch war er zehn Minuten zu früh in Valletta, so dass die Fahrt „nur“ 65 Minuten gedauert hat.

In Valletta erfuhren wir, dass um 20 Uhr eine Prozession sein würde. Somit ging es für eine Viertelstunde zum Umziehen aufs Zimmer und direkt wieder los. Am Wegesrand erzählte ein Einheimischer, dass ein Kreuz bei der Prozession getragen werde würde, das erst zum 3. oder 4. Mal in den letzten 100 Jahren die Kirche verlassen hat. Das kommt davon, wenn man über Ostern in eines der katholischsten Länder überhaupt fährt.

Überall in Valletta hingen Lautsprecher an den Wänden und die Straßen entlang der Prozession waren mit zusätzlichen Scheinwerfern beleuchtet. Aus den Lautsprechern lief zunächst klassische Musik und später während der Prozession dann die Gebete, die von vor der St. Paul’s Cathedral übertragen wurden. Auch gab es zwei Züge, die sich später trafen. Beide Teile haben wir gesehen, aber das Ende haben wir nicht abgewartet, da der Zug bis 22 Uhr nicht bei der Kathedrale angekommen war.

Außerdem hatte ich schon amtliche Rückenschmerzen. Diese hatte ich leicht an jedem Tag bisher, da es doch ordentlich auf den Rücken geht, ständig die Kameratasche und die Kamera um den Hals hängen zu haben. Obwohl ich heute auf das Teleobjektiv verzichtet hatte, macht es sich bemerkbar, wenn 14 Stunden lang drei Kilogramm am Hals baumeln.

Jetzt bin ich froh, dass ich im Hotel bin und mich lang machen kann. Morgen geht das Geschleppe weiter. Vielleicht sollte ich mich doch mal in einem Fitness-Studio anmelden und ein wenig Rücktraining machen.

P.S.: Auch wenn ich mir damit keine Freunde mache, hänge ich mal einen Screenshot aus der Wetter-App von heute während des Mittagessens an:



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