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Thomas Stein

On the Road

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Malta - Day 4: Das kleine Fischerdorf


Thomas

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blog-0951276001364245165.jpgNachdem heute die Geschäfte wieder offen hatten, ging es direkt in die Apotheke, um Hydrocortison und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor zu kaufen. Heute Nacht hatte ich wieder das zweifelhafte Vergnügen mit einer Stechmücke und durfte dann zwischen drei und vier Uhr wieder auf die Jagd gehen, um das Biest zu finden. Zum Glück hatte ich noch eine kleine LED-Taschenlampe eingepackt.

Lange auf den Bus zur ersten Besichtigungsstation des Tages mussten wir nicht warten. Nur in Valletta am Busbahnhof sind alle Haltestellen einer Linie aufgelistet. Auf der Strecke stehen immer die Ortsnamen. Leider habe ich den Fehler gemacht, mir die Haltestelle zu merken vor der Zielhaltestelle. Auch wenn es gar nicht so lange her ist, dass Arriva hier das Busnetz übernommen hat, könnten die Busse in einem besseren Zustand sein. In unserem Bus war die Anzeige für die nächste Haltestelle ausgefallen und die Bandansage war so leise, dass nichts zu verstehen war.

Zum Glück war die Haltestelle direkt hinter der Einfahrt zu den Tempeln von Tarxien und ich konnte so noch rechtzeitig den „Bus Stop“-Knopf drücken. Die Ausgrabung war das erste Ziel und viele Touristen waren dort nicht unterwegs. Die Tempelanlage stammt aus der Zeit zwischen 3800 und 2800 v.Chr. Allerdings sind einige Teile in der Anlage nur Repliken, da die Originale im National Museum of Archeology ausgestellt sind.

In der Nähe ist das Hypogeum (eine unterirdische Tempelanlage). Die Führungen sind allerdings bis Mitte Mai ausgebucht. In den Reiseführer stand, dass es mittags um 12 Uhr eine Last-Minute-Tour gibt und man Karten dafür vor Ort zu einem erhöhten Preis kaufen könne. Dem ist aber nicht (mehr) so, denn diese Karten werden immer am Vortag im Museum der schönen Künste in Valletta verkauft. Satz mit X und neben der blauen Grotte ein weiterer Grund noch einmal nach Malta zu fahren.

Nach einem kurzen Streifzug durch Paolo ging es mit dem Bus weiter in Richtung Birzebbuga. In dem Bus funktionierte sowohl die Anzeige als auch die Ansage nicht. Deshalb habe ich das Ziel zu spät gesehen. Also fuhren wir bis Birzebbuga weiter, um dort ca. eine halbe Stunde in der Sonne am Meer zu sitzen. Das ganze haben wir nur gemacht, um die eine Haltestelle bis zur Höhle von Ghar Dalam nicht bergauf laufen zu müssen. Alleine hätte ich das schnell gemacht, aber auf die Senioren will man ja auch Rücksicht nehmen.

Als wir bei der Höhle von Ghar Dalam („Höhle der Finsternis“) angekommen waren, verließ gerade ein Reisegruppe aus Österreich die Anlage, worauf wie Museum und Höhle gänzlich alleine für uns hatten. Die Höhle ist 214 Meter lang und dort wurden eine Unmenge an Tierskeletten aus der Bronze- und Jungsteinzeit ausgegraben, die im Museum ausgestellt werden. Beunruhigender als die Höhle an sich fand ich die ganzen in Follow me-Farben gestreiften Insekten, die am Höhleneingang im Boden ihr Nest hatten und so starker Flugbetrieb auf den ersten 5-10 Metern herrschte.

In der Höhle war ich froh, dass ich die neue Kamera mithatte, denn für das bloße Auge war alles schon arg duster. Was ich aber auf dem Vorschaudisplay gesehen habe, ist auf den Fotos viel mehr zu sehen.

Nach der Höhlenbesichtigung mussten wir nur fünf Minuten warten bis der Bus nach Marsaxlokk kam. Das ist ein wirklich süßes Fischerdorf mit ganz, ganz vielen kleinen bunten Booten in der gesamten Bucht. Entlang der Hafenpromenade reiht sich ein Restaurant an das andere und die Speisekarten ähnelten sich auch sehr. So fiel es recht schwer, eine Auswahl zu treffen. Auf den Reiseführern von Michael Müller und Merian sind die kleinen Boote aus Marsaxlokk auf dem Titelbild.

Nach dem Essen ging es noch einmal die Promenade in beide Richtungen und anschließend mussten wir wieder nur fünf Minuten warten bis der Bus zurück nach Valletta kam. In Valletta wollten wir noch kurz vor „Ladenschluß“ in die St. John’s Co-Cathedral, aber „Last Admission“ war bereits vorbei. Also wurde noch ein wenig geshoppt und dann ging es zurück ins Hotel.

Im Vergleich zu vorgestern ging das Abendessen im Hotel sehr schnell und um 20:15 Uhr waren wir schon fertig. Da ich zwei Bier während des Essens getrunken hatte, hatte ich so eine Bettschwere, dass ich zurück im Zimmer umgehend eingeschlafen bin.

Einfach nur gar nichts tun und nur schlafen ist Luxus. Zu Hause gibt es immer irgendwelche Ablenkungen, so dass ich meist recht wenig schlafe. Im Urlaub hingegen könnte ich 70% des Tages damit verbringen.

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Was ich noch vergessen habe: Heute ist es richtig stürmisch draußen, so dass es nicht wirklich viel Spaß macht, noch einmal vor die Türe zu gehen. Beim Abendessen im Restaurant auf dem Dach hat die ganze Wintergartenkonstruktion ordentlich geknirscht

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