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Thomas Stein

On the Road

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Malta - Day 10: Halli Galli


Thomas

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blog-0773227001364758365.jpgAbgesehen vom Heimreisetag war heute der letzte Tag auf Malta. Nachdem schon sehr viel besichtigt wurde, fehlten im Grunde nur noch die Three Cities. Im Reiseführer stand, dass dort heute eine Regatta stattfinden soll und im „alten Valletta“ Vittoriosa (ehem. Birgu) der Unabhängigkeitstag der Malteser am 31.03. am ausgeprägtesten gefeiert werden solle.

Wieder mit dem Linienbus ging es nach dem Frühstück hinüber auf die andere Seite des Grand Harbours. Gestern waren wir schon entlang der Festungsmauern von Birgu gekommen und da war tote Hose. Heute hingegen war schon weiträumig alles dicht an dicht zugeparkt mit Autos.

An der Bushaltestelle Riche war bereits die ganze Straße voll mit Menschen und hinter der Befestigungsmauer ging es ähnlich weiter. Anstatt zu Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag zu geraten, stießen wir auf die nächste Prozession. Die Malteser waren richtig rausgeputzt und sehr viele Jüngere waren unterwegs. Während bei den Männern ein Hemd das mindeste war, hatten sich die Frauen richtig ins Zeug gelegt. Der Rock oder das Kostüm musste kurz und eng sein und die High Heels mussten richtig hoch sein.

Es war Vormittag und alle rannten schon mit einem Bier in der Hand herum. Da wird mit einem kollektiven Frühschoppen das Ende der Fastenzeit richtig ordentlich gefeiert. Komisch, dass es solch einen Brauch in Deutschland nicht gibt, denn im Grunde lassen wir uns ja auch keine noch so blöde Gelegenheit entgehen, einen zu heben.

Nachdem die Prozession mit nur einen Figur an uns vorübergezogen war, wurde es für uns ein wenig ruhiger mit dem Besuch des Inquisitionspalastes. Die Einheimischen trafen sich auf dem zentralen Dorfplatz und von dort dröhnte laute Dancemusik in alle Richtungen. Party.....

Die nächste Station war das Maritimmuseum im Grand Harbour und zum Mittagessen ging es in eines der Restaurants und Cafes in der Nähe. Sowohl Einheimische als auch Touristen sorgten dafür, dass die Plätze im Freien schnell alle belegt waren. Von den Restaurants hat man einen wunderbaren Blick über die Grand Harbour Marina, in der eine Luxusyacht neben der nächsten ankert.

Nach dem Mittagessen wurde der Rest Birgu angeschaut und direkt der Bus zurück nach Valletta genommen, denn das Malta at War-Museum hatte leider geschlossen. Eine kurze Pause im Hotel sollte genüg und Nachmittag ging es vor dem Hotel wieder einmal in den Upper Barracca Garden. In der Saluting Battery fand eine Hochzeit statt und da auf Malta bei einer Bevölkerung von nur ca. 420.000 Menschen jeder mit jedem verwandt ist, war es eine richtig große Hochzeitsgesellschaft.

Im Cafe dort wurden noch ein paar Sonnenstrahlen genossen und dann ging es mit dem neuen Aufzug herunter zu den Fährterminals für die Kreuzfahrtschiffe, von denen heute zwei vor Anker lagen. Anschließend liefen wir vor bis zur neuen Valletta Waterfront, die die Kreuzfahrttouristen in Empfang nimmt. Im Anschluss an diesen Ausflug holte ich mir noch schnell zwei Polo-Shirts als Souvenir in einem der Touristenläden, die im Gegensatz zu den übrigen Geschäften am Ostersonntag geöffnet hatten.

Das Abendessen konnte heute wieder ausfallen, da das Mittagessen schon reichlich war. Um den Abend nicht komplett im Hotel zu verbringen, ging es wieder raus nach Valletta und was fand dort statt? Richtig: Die nächste Prozession.

Diese war aber wie schon in Birgu mit nur einer Figur und somit auch recht schnell vorbeigezogen. Dank der Umstellung auf Sommerzeit war während der Prozession die blaue Stunde und im Anschluss wurde noch eine Runde durch Valletta gedreht bis es endgültig dunkel war. Den Tag noch bei Tageslicht zu beenden und im Hotelzimmer zu hängen, wäre etwas komisch gewesen.

Das war dann der letzte volle Tag auf Malta. Auch wenn ich mich jetzt schon wieder auf zu Hause freue, werde ich die 20°C und den blauen Himmel vermissen. Wenn der Wetterbericht stimmt, dann ist es in Deutschland immer noch um den Gefrierpunkt herum und die Sonne versteckt sich weiterhin. Zumindest kann ich bestätigen, dass es sie noch gibt, denn ich habe sie heute noch mehrere Stunden lang gesehen.

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