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Thomas Stein
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Irland 2013 - Day 6

Thomas

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Heute morgen musste ich mit Schrecken feststellen, dass mein Netzteil für das MacBook Air abhanden gekommen war. Entweder hatte ich es im Hotel in Tralee vergessen oder es ist mir aus dem Rucksack bei dem ersten Fotostopp gefallen.

Deshalb mussten wir heute an unserem Tag zur freien Verfügung zunächst wieder zum vorherigen Hotel nach Tralee fahren. Zum Glück war der Ring of Kerry in Ring und somit war es nur 30km von unserem aktuellen Hotel entfernt gewesen.

Zuvor waren wir aber noch beim Torc Waterfall und die Fotos mit Stativ entstanden unter erschwerten Bedingungen und mein Bruder durfte mir deshalb den Schirm halten. Auf dem weiteren Weg schauten wir uns noch das Muckcross House samt Garten an. Das war das kleine Sightseeing Programm nach dem Frühstück.

Das Netzteil hatten sie im Hotel in Tralee nicht gefunden und im Elektroladen um die Ecke, hatten sie auch das passende Netzteil nicht vorrätig. Deshalb mussten wir noch an den Ortsrand zum einem Shopping-Zentrum fahren und dort konnte ich dann Ersatz erwerben. Das Shopping Center war ganz anders als unsere Einkaufszentren. Dort wurde ein großer Parkplatz gebaut und rundherum war dann eine Zeile Geschäfte, so dass man nach amerikanischem Vorbild direkt vor das Geschäft fahren kann, in dem man einkaufen möchte.

Von dort aus fuhren wir den Wild Atlantic Drive entlang und bogen spontan an einen Strand ab. Während wir dort fotografierten, klarte der Himmel auch ein wenig auf, nachdem vorher noch alles grau in grau war.

Nach dem Strand fuhren wir über den Connor Pass und dort hatte es leider schon wieder geregnet und er lag in den Wolken. Dennoch gab es kurz vor dem Gipfel einen sensationellen Blick auf Seen im Tal inklusive Regenbogen.

Zum Mittagessen waren wir in Dingle. Wegen des Regens haben wir uns nicht viel angeschaut und vor allem schnell ein Pub zum Mittagessen gesucht

Bei den ersten Stopps auf dem Slea Head Drive war es noch trocken und es klarte ein wenig auf. Je weiter wir kamen, je stärker regnete es dann leider auch wieder. Dennoch hat die Route sensationelle Ausblicke und man ist dort wirklich im letzten Eck, denn von dort aus ist die Distanz von Europa nach Nordamerika am Kürzesten. Das bekamen beim Mittagessen auch die amerikanischen Touristen neben uns vom Kellern unter die Nase gerieben, dass sie „fast“ zu Hause seien.

Auch wenn wir mit dem Auto unterwegs waren und ich alle Nase lang die Möglichkeit hatte „Stopp“ zu schreien, um Fotos zu machen, würde ich die Gegend gerne einmal auf einem Trail durchwandern (vor allem mit vielleicht ein wenig Sonne und weniger Regen). Zu Fuß ist durch die geringere Geschwindigkeit das Erlebnis bestimmt noch beeindruckender.

Nach dem Slea Head schauten wir trotz des Regens noch ein Dingle an. Vor der Heimfahrt kauften wir noch im Supermarkt ein paar Getränke und als mein Bruder eine Plastiktüte nahm, sagte die Verkäuferin plötzlich auf deutsch, dass diese 75 Cent kosten würde. Somit konnten wir am sprichwörtlichen Arsch der Welt auf deutsch im Supermarkt einkaufen. Abgefahren.

Da es weiterhin bewölkt und regnerisch war, blieben wir nicht in Dingle und fuhren auch nicht erneut über den Connor Pass, sondern machten uns auf den Weg zurück zum Hotel, so dass wir pünktlich zum Abendessen dort waren.

Nun lassen wir den Abend wieder im hauseigenen Pub ausklingen und während die anderen die Erlebnisse des freien Tages austauschen, haue ich in die Tasten, um endlich mal up to date zu sein.

Gerade hat die Bedienung die leeren Gläser am Nachbartisch abgeräumt und die gesammelten Pint Gläser ineinandergestellt, so dass es ein wenig aussah wie bei Asterix & Obelix, wenn er gestapelt die Helme der Römer umherträgt.


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